Pressespiegel

Kunstrasen-Entscheidung trübt Jubiläumsfreude

Süderländer Volksfreund, 30.11.2009 - Von Christian Paul

EISBORN - "Versprochen ist versprochen", dieses Sprichwort hat der Erste Vorsitzende des SuS Eisborn, Georg Schulte, bereits im Kindesalter gelernt. "Und das sollte eigentlich jeder in seinem Lebensweg befolgen", so Schulte. Dass Versprechen aber nicht immer eingehalten werden, das musste der SuS Eisborn bei seinem Kunstrasen-Projekt bitter erfahren. Die Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen SuS Eisborn war deshalb noch stark getrübt von der Entscheidung der CDU- und der UWG-Fraktion, den 150000-Euro-Zuschuss für einen Kunstrasenplatz nicht zu bewilligen.

In seiner Rede ging Georg Schulte am Sonntag zunächst auf das vergangene halbe Jahrhundert ein und betonte hierbei die enorme Leistung des Sportvereins, in einem 600-Seelen-Dorf so lange das Dorfleben mitzugestalten. Die sportliche Blütezeit waren die 1970er Jahre mit den geburtenstarken Jahrgängen. Ein weiterer sportlicher Höhepunkt war der Doppelaufstieg 1990, als die 1. Mannschaft in die Kreisliga A und die 2. Mannschaft in die Kreisliga B aufsteigen. Die aktuelle Situation - der SuS Eisborn ist in den Niederungen der Kreisliga C verschwunden - bezeichnete Schulte dagegen als "überhaupt nicht zufriedenstellend". Doch er hoffe, dass mit der einen oder anderen Verstärkung die B-Kreisliga mittelfristig in Angriff genommen werden könne.

Neben dem Fußball wird beim SuS auch Breitensport angeboten und sehr gut angenommen. Seit 1992 finden Kurse wie Gymnastik, Rückenschule oder Aquagymnastik sehr gute Resonanz. Doch nicht nur sportlich bereichert der SuS das Leben in Eisborn. "Zu wahren Profis haben wir uns beim Veranstalten von Partys entwickelt", betonte Georg Schulte. Hierbei verwies er auf Karneval, Osterfeuer, Sportfeste und natürlich die Scheunenparty, die sich zu einem wichtigen finanziellen Standbein des Vereins entwickelt habe.

Von Seiten der Stadt Balve gratulierte der stellvertretende Bürgermeister Heinrich Stüeken. "Sportvereine haben ein ganz besonderes Flair", sagte Stüeken. "Sie schaffen Identität und fördern die soziale Kompetenz", erklärte er und versicherte: "Die Stadt Balve hat ein großes Interesse an intakten Vereinen, denn in ihnen können die Jugendlichen Gemeinschaft entdecken". Als Anerkennung überreichte er Georg Schulte ein Geldgeschenk und machte den Sportlern in Sachen Kunstrasenplatz Mut. "Bleiben Sie auf Ihrem Weg, Sie werden gestärkt aus dem Kampf hervorgehen", so Heinrich Stüeken.

Eine Urkunde und eine Tafel des DFB hatte der Vorsitzende des Fußballkreises Arnsberg, Bernd Henneböle, mitgebracht. Er sprach dem Verein seine Anerkennung und Hochachtung aus für die Verdienste um den Fußballsport im Kreis Arnsberg und wünschte "noch viele weitere Jubiläen".

Eisborns Ortsvorsteher Martin Danne stellt in seinem Grußwort fest, dass es für Eisborn ein Gewinn sei, im Verein die Gemeinschaft erleben zu dürfen. Dafür sprach er allen Verantwortlichen, die sich uneigennützig in den Dienst des Vereins gestellt haben, seinen Dank aus. Zum Kunstrasenplatz sagte der Ortsvorsteher: "Wenn es in Garbeck gewesen wäre, wäre eine Lösung gefunden worden - so eine Lösung müssen wir anstreben".

Während der Jubiläumsfeier wurden auch Mitglieder ausgezeichnet. So erhielt Günter Rommel für seine 35-jährige Tätigkeit als Schiedsrichter ein Dankeschön. Birgit Müthing, die seit Gründung der Breitensportgruppe die Obfrau ist, freute sich ebenfalls über die Anerkennung. Geehrt wurden auch Thomas Kasperski, der unter anderem für die Festschrift verantwortlich ist, und Ingo Rüth, der seit 2002 die Jugendabteilung führt.

Ein großes Dankeschön konnte auch Vereinswirtin Hildegard Dornsiepen entgegennehmen. Ihr Hotel Zur Post ist nicht nur seit 50 Jahren das Vereinslokal des SuS Eisborn - auch die Schiedsrichter wissen das Hotel zu schätzen, dürfen sie sich doch hier vor und nach den Spielen umziehen. Die Umkleidemöglichkeiten des SuS Eisborn in der alten Schule reichen nämlich nur für die Heim- und die Gastmannschaft.

Im Anschluss an den offiziellen Teil feierten die Eisborner mit ihren Gästen noch im Kaminraum der Schützenhalle. Gratulationen konnte der SuS dabei auch von den ortsansässigen und befreundeten Vereinen entgegennehmen.

Ablehnung des Kunstrasens überschattet Jubiläumsfeier

Westfalenpost, 29.11.2009 - Von Stefan Scherer

Eisborn. Es hätte aus Sicht des SuS Eisborn alles so schön gepasst. Die Fußballer hätten gestern Morgen nicht nur gerne auf den 50. Geburtstag ihres Vereins angestoßen, sondern auch auf den Bau eines Kunstrasenplatzes an der „Mailinde”.

Dass die CDU Letzterem einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, frustiert die Denker und Lenker des Vereins maßlos. So feierte der SuS zwar gestern mit seinen Gästen im Eisborner Schützenheim, doch das Thema Kunstrasen war ständig präsent.

Wie tief der Frust sitzt, machte der 1. Vorsitzende Georg Schulte deutlich. „Es ist ein Keulenschlag für uns, dass dem Antrag nur fünf CDU-Mitglieder ihre Stimme gegeben haben. Wir werden das Gefühl nicht los, dass der gleiche Antrag bei anderen Vereinen durchgegangen wäre. Ich bemühe mal ein Kindersprichwort: Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen.” Rückendeckung fand der SuS-Chef durch Ortsvorsteher Martin Danne: „Es tut mit leid, dass meine Fraktion die Träume zerstört hat. Ich weiß nur: Wäre das in Garbeck gewesen, wäre eine Lösung gefunden worden und so eine Lösung müssen wir jetzt anstreben.”

Überrascht zeigten sich der Vorstand und das Team Kunstrasen über die Äußerung vom CDU-Fraktions-Vorsitzenden Johannes Wortmann, der bekannt gegeben hatte: „Wir haben bereits Gespräche mit dem SuS Eisborn geführt und sind dabei, eine kostengünstigere Lösung zu finden.” In Eisborn ist von diesen Gesprächen nichts bekannt.

Alle Laudatoren wünschten Georg Schulte und seinen Mitstreitern viel Glück mit ihrem Sportplatz. Neben dem Kunstrasen standen selbstverständlich auch erfreulichere Dinge auf dem Programm. Georg Schulte warf einen Blick in den Rückspiegel und sprach dabei sowohl über die sportliche Entwicklung, als auch den einen oder anderen Wandel im Verein in den vergangenen fünf Dekaden. Besonders hervor hob er die Scheunen-Party: „Im Partyveranstalten sind wir absolute Profis geworden.”

Zudem ehrte Schulte verdiente Mitglieder. Der Ehrenvorsitzende Franz-Josef Müthing wurde für seinen jahrzehntelangen unermüdlichen Einsatz, seinen Elan und sein Engagement ausgezeichnet, ebenso wie Günter Rommel, der seit 35 Jahren Schiedsrichter ist. Aber auch viele andere Namen, die während der vergangenen 50 Jahre eng mit dem Verein verknüpft waren, nannte Georg Schulte.

Dann standen die Gratulanten Schlange. Der erste war Heinrich Stüeken, der in Eisborn seine Premiere im Amt des stellvertretenden Bürgermeisters feierte. Er sicherte dem SuS die Unterstützung der Stadt Balve zu, wollte sich aber konkret nicht zur Kunstrasenproblematik äußern: „Die Stadt hat ein profundes Interesse daran, dass die Vereine existieren und ein Fußballverein schafft Identifikation mit dem gesamten Dorf.”

Neben den Vereinen aus dem Bergdorf überbrachte der Vorsitzende des Fußball- und Leichtathletikkreises Arnsberg, Bernd Henneböhle, Glückwünsche vom Verband und DFB, von dem es eine Glückwunschplakette gab.

Eisborner wollen den  Kunstrasen unbedingt

Politiker wagen sich wegen des desolaten Haushalts nicht aus der Deckung

Westfalenpost, 18.11.2009 - Von Stefan Scherer

Die Eisborner unternehmen mächtige Klimmzüge, um aus einem Schandfleck im Bergdorf ein Schmuckkästchen zu machen. Der Sportplatz „Mailinde" soll einen Kunstrasenbelag erhalten, zudem soll ein Mehrzweckraum gebaut werden. Einzig die Politik könnten dem SuS Eisborn noch einen Strich durch die Rechnung machen.

Denn: Der finanzielle Kraftakt ist für den Verein nur zu schultern, wenn die Balver Stadtväter ebenso wie bei den anderen Fußballplätzen, die in den vergangenen zwei Jahren Kunstrasen erhielten, ins Stadtsäckel greifen und die Eisborner unterstützen. 150 000 Euro flossen in die Plätze in Balve und Langenholthausen, den Holloh in Garbeck subventionierte die Kommune mit 125 000 Euro. Damals gab es die Zusage der Politik, jedem Verein, so lange die gleichen Grundlagen vorhanden sind, einen solchen Zuschuss zu gewähren.

Dafür warben die Eisborner nun massiv im Hotel Zur Post vor Vertretern der drei Ratsfraktionen. Hans-Dieter Kolossa, der Chef des Teams Kunstrasen, stellte das Projekt vor und erinnerte die Politiker an ihr Versprechen. Denn: Die Finanzierung der Baumaßnahme ist zwar gesichert, aber nur, wenn die Stadt die 150 000 Euro für die insgesamt 401 000 Euro teure Maßnahme dazu gibt.

Ob nun Kunstrasen oder nicht, fest steht, dass die Mailinde dringend saniert werden muss. Das belegt ein Gutachten eines Altenberger Ingenieur-Büros, das die Funktionsfähigkeit der Anlage als „stark eingeschränkt" bewertet. Auch eine Sanierung des Tennenplatzes wäre eine umfangreiche bauliche Maßnahme, die der SuS Eisborn mit etwa 180 000 Euro beziffert.

Die Notwendigkeit des Kunstrasens sieht der Sportverein jedoch nicht nur in dem desolaten Zustand des Ascheplatzes, sondern auch darin, sich zukunftsfähig aufzustellen. Gerade für die Jugendspielgemeischaft mit dem SuS Beckum und dem FC Hövel sei ein ganzjährig bespielbarer Platz unabdingbar. Zudem wollen die Eisborner in ein bis zwei Jahren einen Mehrzweckraum neben dem Sportplatz bauen, damit endlich auch direkt an der „Mailinde" geduscht werden kann. Auch dafür, so Kolossa, sei die Finanzierung durch Sponsoren bereits gesichert.

„Bitte helfen Sie, damit der Traum wahr wird", beendete Hans-Dieter Kolossa seine Ausführungen, doch die Politiker gaben sich sehr zurückhalten. Gerade Heinz Rapp (CDU) zeigte sich sehr kritisch. Er sieht in Eisborn andere Grundlagen, als in den bisher bezuschussten Vereinen. Denn in Eisborn liegen andere Eigentumsverhältnisse vor. Der Grund und Boden gehört nicht der Stadt, sie ist nur Pächter. „Aber wir haben die Zusage, dass wir diesen Pachtvertrag für 25 Jahre, also die Lebensdauer eines Kunstrasenplatzes verlängern können. Zudem würden wir die Pacht übernehmen", sagte Hans-Dieter Kolossa.

Begeisterung machte sich bei den Politikern jedoch nicht breit. Lorenz Schnadt (UWG) stellte in den Raum, die Förderung eventuell einige Jahre zurückzustellen, bis das Balver Haushaltsloch nicht mehr so eklatant groß ist. „Wir haben 100 000 Euro an Sponsorengeldern zugesagt bekommen. Ich weiß nicht, ob das zeitlich unbefristet ist", sagte Hans-Dieter Kolossa, der zudem fürchtet, dass die Stadt ab 2011 für Jahre im Haushaltssicherungskonzept stecken wird. Damit wären freiwillige Leistungen verboten und der Traum vom Kunstrasen in Eisborn erstmal geplatzt.

Die Weichen, in welche Richtung auch immer, werden in den Klasusurtagungen gestellt, die die Fraktionen am kommenden Wochenende abhalten. Es liegt nun in den Händen der CDU und ihrer absoluten Ratsmehrheit, was mit dem Fußballplatz in Eisborn passiert. Hans-Dieter Kolossa präsentierte den Ratsmitgliedern den desolaten Zustand des Eisborner Sportplatzes „Mailinde".

SuS Eisborn hofft auf Finanzspritze der Stadt

Süderländer Volksfreund, 17.11.2009 

EISBORN - Vertreter aus den drei Fraktionen des Stadtrates haben sich am Montagabend ein erstes Bild vom Projekt Kunstrasen des SuS Eisborn gemacht. Das Team Kunstrasen des Vereins hatte dazu eingeladen, um den Politikern die Pläne vorzustellen.

Team-Leiter Hans-Dieter Kolossa führte durch die Präsentation und schilderte das Vorhaben. Er wies mehrmals daraufhin, dass der Umbau des Sportplatzes auf der Mailinde nur mit finanzieller Unterstützung der Stadt und verschiedener Sponsoren möglich sei. Die Gesamtkosten der neuen Sportanlage beliefen sich auf rund 400000 Euro, berichtete er.

Die Balver Politiker scheinen allerdings aufgrund der hohen Kosten daran zu zweifeln, dass dieses Projekt realisiert werden kann, und hatten eine Reihe von Fragen an die Vereinsvertreter: Wie sieht es mit der Vereinszukunft aus? Was verspricht der Verein sich durch den Kunstrasen? Lohnt sich ein Kunstrasen für den SuS Eisborn überhaupt?

Diese Fragen beantwortete Hans-Dieter Kolossa mithilfe der Präsentation und dem Team Kunstrasen. Die Sportanlage Zur Mailinde solle für jede Generation etwas bieten und neues Leben in das Vereins- und Dorfgeschehen bringen, erklärte er. Vor allem solle das Projekt aber der Jugend zugute kommen. "Mit einer modernen Sportanlage zieht man das Interesse auf sich", betonte Kolossa. Viele Jugendliche aus der Umgebung entschieden sich dank des Kunstrasens für den SuS, der Verein sei damit für die Zukunft gerüstet, formulierte er die Hoffnungen der Vereinsverantwortlichen. Zudem solle die Anlage den Spaß am Sport fördern und eine bessere sportliche Ausbildung für Kinder möglich machen. Der SuS Eisborn hat zurzeit - wenn auch in Spielgemeinschaften mit dem SuS Beckum und dem SV Holzen - Mannschaften in allen Altersklassen von der F- bis zur A-Jugend für den Spielbetrieb gemeldet. Gleichzeitig werde aber auch das Freizeit- und Breitensportangebot erweitert, so Kolossa.

Nun hofft der Verein auf eine Finanzspritze der Stadt. Die Entscheidung wollen die Politiker während ihrer jetzt anstehenden Haushaltsberatungen vorbereiten. Das letzte Wort dürfte am 16. Dezember der Rat haben.

Ein Sponsorenteam, das 100000 Euro beisteuern will, hat der SuS inzwischen schon gefunden. Im Dezember sollen die Verhandlungen mit den Sportplatzbauern abgeschlossen werden. Ein wichtiger Bestandteil der Finanzierung ist zudem der Parzellenverkauf. Der Verein sucht Sponsoren, die sich daran beteiligen. Jeder Sponsor wird auf Wunsch im Internet und auf einer Spendentafel am Sportheim erwähnt. Ansprechpartner der Parzellenaktion ist der SuS-Vorsitzende Georg Schulte.

Jetzt will auch SuS Eisborn einen Kunstrasen bauen

Süderländer Volksfreund, 27.08.2009 - Von Jan Schweitzer

EISBORN - Die Erfüllung eines Traums rückt für den SuS Eisborn in greifbare Nähe: Einen wichtigen Schritt zum Bau eines Kunstrasenplatzes hat der Verein am Dienstag gesetzt, als der Vorstand dem Projekt einstimmig zustimmte. Nun hofft der C-Kreisligist auf die Unterstützung der Stadt.

"Eine Modernisierung ist einfach notwendig, denn der Platz ist immerhin fast 40 Jahre alt", sagte der Vorsitzende Georg Schulte. Die Kosten des neuen Platzes könnten sich auf 370000 Euro belaufen. Dieser Preis beinhaltet eine neue Flutlichtanlage, Werbebanden und Ballfangzäune, denn ohne diese würde der Platz nicht genehmigt werden. In Beratungsgesprächen mit dem TuS Langenholthausen und der SG Balve/Garbeck haben die Verantwortlichen des SuS Eisborn neue Ideen gesammelt, außerdem wurde ein Bodengutachten eingeholt. Wenn alles klappt wie geplant, dann kann der Bau des Platzes im Frühjahr 2010 beginnen.

Doch der Leiter des Teams Kunstrasen, Hans-Dieter Kolossa, ist sich bewusst, dass es ohne einen Zuschuss der Stadt Balve nicht möglich sei, ein solches Projekt zu starten. "Die Stadt hat uns einen Zuschuss von 150000 Euro versprochen", erwähnte er und bezog sich damit auf eine Aussage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Theodor Willmes im Zusammenhang mit der Bezuschussung der Kunstrasenplätze in Balve, Langenholthausen und Garbeck. Hinzu kommen die Sponsorengelder von 100 000 Euro und die Eigenleistung, die die Eisborner Fußballer mit knapp 35000 Euro angesetzt haben. Auch durch den Parzellenverkauf und mehrere Aktionen soll Geld in die Kasse gelangen. So wird bereits am Samstagmorgen von 7.30 Uhr bis 9.30 Uhr in der ehemaligen Eisborner Sparkassen-Filiale ein Brötchenverkauf stattfinden, den die Vereinsmitglieder organisieren. Unterstützt wird dieser Verkauf von Bäckermeister Charly Grote.

Doch wieso ist dieser Kunstrasenplatz überhaupt nötig? Der Vorsitzende Georg Schulte fand schnell Argumente, um den Bau zu rechtfertigen. "Nicht nur, dass die Bodendecke unseres Aschenplatzes fast 20 Jahre alt ist, der Platz kann der Dorfgemeinschaft auch weiteres Leben einhauchen. Die Vereinsmitglieder und die Breitensportgruppe können diesen Platz nutzen", argumentierte er. "Es ist auch eine Zukunftsfrage, denn ein neuer Platz macht den Verein interessanter und zieht Leute an", ergänzte Hans-Dieter Kolossa. Der Verein hat mehr als 120 Mitglieder und eine große Breitensportgruppe, und auch die Jugendarbeit spricht für sich. Für das erste September-Wochenende plant der SuS Eisborn anlässlich seines 50-jährigen Vereinsjubiläums ein Sportfest. Dann werden zahlreiche Jugendmannschaften gegeneinander antreten, zudem steht ein internes Dorfturnier auf dem Programm.

SuS Eisborn wird „Mailinde“ renovieren

Westfalenpost, 26.08.2009

Balve. Als die CDU-Fraktion vor zwei Jahren ihre Klausurtagung abhielt und über die Kunstrasenplätze in Balve und Langenholthausen entschied, sicherte sie auf Antrag von Tobias Müller auch den anderen Sportvereinen beim Bau eines Kunstrasenplatzes einen Zuschuss in Höhe von 150.000 Euro zu.

Jetzt können die Christdemokraten ihr Versprechen einlösen, denn der SuS Eisborn gab gestern Abend im Hotel „Zur Post” durch den 1. Vorsitzenden Georg Schulte und den Chef des Teams Kunstrasen, Hans-Dieter Kolossa, bekannt: „Wir wollen im Frühjahr 2010 auf der „Mailinde” einen neuen Kunstrasenplatz bauen. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen wir die Unterstützung der Stadt Balve, aber auch weiterer Sponsoren und der Bürger aus Eisborn.”

Um aus dem roten Aschenplatz, der seit Langem einer Betonpiste gleicht, für die Jugend einen Kunstrasenplatz zu machen, nimmt der SuS Eisborn insgesamt 370.000 Euro in die Hand. Bereits gestern Abend konnten Hans-Dieter Kolossa und Georg Schulte freudig verkünden, dass es den Verantwortlichen des Sportvereins gelungen ist, ein Sponsorenteam zu finden, das gewillt ist, 100.000 Euro für die Maßnahme auf der „Mailinde” zur Verfügung zu stellen.

Der Verein will mit Sonderaktionen wie Brötchen- und Parzellenverkauf und Eigenleistung zur Finanzierung des Kunstrasenplatzes beitragen. „Bereits am Samstag werden wir von 7.30 bis 9.30 Uhr mit Unterstützung von „Charly” Grote in der alten Sparkasse Brötchen verkaufen, denn wir haben ja in Eisborn keinen Bäcker mehr. Darüber hinaus stehen wir an diesem Morgen allen Interessierten Rede und Antwort, was unseren Kunstrasen betrifft.” Dabei werden die Bürger auch erfahren, dass es zu einem neuen Kunstrasenplatz keine Alternative gibt, denn der Sportplatz auf der „Mailinde” muss laut Gutachten saniert werden, weil die Filter- und auch die Tragschicht nach 20 Jahren auf sind.

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